Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
Hinweis:🎙Desinformation und die deutsche Friedensbewegung: Historie, Methoden und aktuelle russische Einflussnahme
@DietmarPichler (Head Analyst, INVED.eu, Wien) spricht am 2.12. in Berlin über Desinformation, Moskau-Reisen und pro-russische Netzwerke d Friedensb.
@DietmarPichler (Head Analyst, INVED.eu, Wien) spricht am 2.12. in Berlin über Desinformation, Moskau-Reisen und pro-russische Netzwerke d Friedensb.
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Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
Skipper: "Hast Du einen Plan?"
King Julian: "Viel besser: Ich habe Zuversicht!"
King Julian: "Viel besser: Ich habe Zuversicht!"
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Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
Niemand wird später einmal sagen: „Wie gut und klug, dass wir abwartend zugesehen haben, wie Putin in Kyjiw Zivilisten, Brücken, Heizungen und Wasserleitungen bombardiert hat.“
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Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
Gestern war Stress, heute muss aufgeräumt werden.
#Musikaufgabe: Songs, die ihr beim PUTZEN hört.
Also her damit was Sauberkeit, Reinigung, Schmutz andeutet und/oder euch beim Aufräumen oder Putzen hilft.
🔹️Jeder nur einen
🔸️Titel, Interpret und YT-Link
Mein Song 👇
#Musikaufgabe: Songs, die ihr beim PUTZEN hört.
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Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
New post! Faster SQLDev for VS Code, more powerful SQL Notebooks, and easier copy/paste from your data grids.
thatjeffsmith.com/archive/2026/1…
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„why the f*** is this normalized???”
I'm confused, outraged, and upset by the lack of the world's reaction to the criminal Russian double-tap in Komyshuvakha.
Search and rescue operations have been underway for 3 days now following a Russian strike on a school. Russians launched 9 guided aerial bombs, initially hered to receive humanitarian aid, and then striking the first responders and police officers who arrived at the scene.
People were there to receive bread!
The death toll is currently at 40 people, with over 30 still missing, and after three days, considering the explosions were so strong that recovered bodies are actually "fragments," that means that they are likely gone too.
I can't understand why this is not news, why the f*** is this normalized???
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Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
🛠️ Oracle APEX 26.2 Patch Set Bundle 1 is available!
Learn More: social.ora.cl/6015BHLk4t
Known Issues: social.ora.cl/6014BHLk4s
#orclAPEX
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Known Issues: social.ora.cl/6014BHLk4s
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Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
🎤♠️ Oslo, the EMEA Community Tour is heading your way on November 10! The OUGN Community Event is a chance to meet fellow Oracle professionals, exchange ideas, and hear from Oracle ACEs sharing their experience. 🇳🇴
Make plans to attend, join the conversations, and connect with here. Hope to see you in Oslo!
Event details: social.ora.cl/6015BHl1lV
#OracleACE
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Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
Manchmal reicht ein ganz gewöhnlicher Datenbank-Account, um deutlich weiter vorzudringen, als man vermuten würde. @stefanoehrli spricht ein seiner Session "Let's hack the DB – Privilege Escalation mit einem SQL-Login" auf der #DOAG2026 darüber.
👉 scomp.ly/YkjmxR4
#SQL
👉 scomp.ly/YkjmxR4
#SQL
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Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
All the tools updated for 26.3.1 today, ORDS, SQLcl, and of course SQL Developer for VS Code.
Lots of bug fixes, some important security updates including 3rd party library updates, and a new feature here and there.
Oh, and a new logo. SQLDev is your APEXlang IDE. That's logo-worthy.
Lots of bug fixes, some important security updates including 3rd party library updates, and a new feature here and there.
Oh, and a new logo. SQLDev is your APEXlang IDE. That's logo-worthy.
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Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
Bitte nicht weiter das Märchen verbreiten, man habe 2022 eine Einigung erzielt. Russland wollte laut "Communiqué" eine Verkleinerung der ukr Armee auf 85,000 Mann. Und ein Veto gegen Eingreifen anderer im Fall eines neuen Kriegs. Beides völlig inakzeptabel für Ukraine. #Istanbul
„Selbst nach mehr als zwei Jahren Krieg erscheint der Deal im Nachhinein immer noch vorteilhaft. „Das war der beste Deal, den wir hätten haben können“, sagte ein Mitglied der damaligen ukrainischen Verhandlungsdelegation zu WELT AM SONNTAG. Die Ukraine ist seit Monaten in der Defensive und erleidet schwere Verluste. Rückblickend war die Ukraine damals in einer stärkeren Verhandlungsposition als jetzt. Hätte man den verlustreichen Krieg nach rund zwei Monaten beenden können, hätte das unzähligen Menschen das Leben gerettet und viel Leid erspart.
Aus Artikel 18 des Vertragsentwurfs geht hervor, dass die Verhandler damals davon ausgingen, dass die beiden Staatschefs das Dokument noch im April 2022 unterzeichnen würden. Zumindest einen Anhaltspunkt, warum sich Putin und Selenskyj nie zu dem erhofften abschließenden Friedensgipfel trafen, gab der ukrainische Verhandlungsführer David Arakhamia in einem TV-Interview im November 2023.
Demnach ist der damalige britische Premierminister Boris Johnson am 9. April nach Kiew gereist und habe gesagt, dass London „nichts“ mit Putin unterschreiben würde – und die Ukraine die Kämpfe fortsetzen solle.“
welt.de/politik/auslan…
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Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
Die Ukraine steht vor dem fünften Kriegswinter. Russland setzt seine Angriffe unvermindert fort.
Lieber Wolodymyr @ZelenskyyUa, die Ukraine kann sich in dieser Zeit fest auf Deutschland verlassen. Wir verstärken unsere Winterhilfe.
Lieber Wolodymyr @ZelenskyyUa, die Ukraine kann sich in dieser Zeit fest auf Deutschland verlassen. Wir verstärken unsere Winterhilfe.
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Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
Fast 80 Raketen und 300 Drohnen, also Unmengen an Geld, die Russland in dieser Nacht wieder so gut wie einzig und allein dafür vergeudete, damit die Menschen in der Ukraine keinen Strom haben. Humanitäre Mission der feinsten Art.
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Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
Zur politischen Bedeutung von Oleschky für den kollektiven Armin Laschet (nicht persönlich gemeint und ohne große Hoffnung, dass jemand das im Detail gerade auf dieser Plattform und in dieser Länge lesen und verstehen will, aber ich habe mir echt Mühe gegeben).
Ja, wir haben jetzt nicht nur mit einer unter Umständen enorm erfolgreichen und äußerst schwierigen humanitären Operation, sondern auch mit dem längsten lokalen Waffenstillstand seit 2022 zu tun. Zum ersten Mal seit 2022 ist zudem ein offizieller Vertreter der Ukraine in Russland gewesen. Noch mehr meinerseits: Ich kann kein gutes Wort über Akteure im Westen verlieren, die Blödsinn zu diesem Vorgang verbreiteten, während das ukrainische Team im Hintergrund es versuchte, Menschen davon zu überzeugen, dass sie jetzt zwingend ausreisen müssen und dass die Vereinbarungen tatsächlich eingehalten werden. Selbst wenn Russland letztlich groß getrickst hätte, was unter internationalem Hintergrund der US-Zwischenwahlen unwahrscheinlich war, wäre es übrigens trotzdem eines Versuchs wert gewesen, weil es sich vermutlich um die letzte Chance handelte, die langfristig de facto zum Tode verurteilte Menschen doch noch irgendwie zu retten.
Das war's nun leider auch. Ich bezweifele leider stark, dass selbst dieser humanitäre Mechanismus in der Form in einem anderen internationalen Kontext als jetzt eingesetzt werden kann, das ist aber zum Glück zumindest nicht ausgeschlossen ist. Ich versuche's mal zu erklären, warum das neu klingt, aber eigentlich überhaupt nicht neu ist. Das liegt daran, dass über diesen Verhandlungsprozess, insbesondere zwischen der Ukraine und Russland selbst, zwar enorm viel geredet wird, aber völlig an die Details vorbei.
Es gibt eine falsche Grundannahme, dass die technischen Verhandlungen Anfang dieses Jahres pausiert wurden, weil sie nicht erfolgreich waren. Eigentlich sind sie deswegen pausiert worden, weil sie eben erfolgreich waren. Russland hat ein seriöses Fachteam hingeschickt. Putins "Chefhistoriker" Medinskij war, denke ich, einmal da, das hat die Ukrainer aber nicht irritiert, weil es zumindest irgendeinen fernen Kontakt zur politischen Führung in Moskau bedeutete. Man hat sich grob darauf geeinigt, wie ein Waffenstillstand irgendwann in der Zukunft technisch umgesetzt und überwacht werden kann. Irgendwann gab es nichts mehr zu besprechen.
Das ist einer von vielen Beweisen in diesen Jahren, dass, wenn es um konkrete technischen Fragen und Aufgaben geht, die Ukrainer und die Russen kein sonderliches Problem haben, zur Einigung zu kommen (und auch keine großartige Vermittlung brauchen). Die wichtigsten Beispiele sind natürlich zahlreiche Gefagengenaustausche und Kinderrückführungen, die zwar in Wirklichkeit ein enorm schwieriger Prozess darstellen, jedoch mitten im Verlauf eines solch großen Krieges recht einzigartig sind. Im Klartext zum aktuellen Fall: Die längere Waffenruhe an dem relevanten Frontabschnitt war nur deswegen möglich, weil an diesem Abschnitt keine größeren Operationen in beide Richtungen vorstellbar sind. Darüber hinaus: Bei jeder Waffenruhe wird jede Seite behaupten, die andere möchte sie militärisch ausnutzen, und das stimmt meistens jenseits des konkreten Kontextes des russisch-ukrainischen Krieges auch.
Der gegenseitige Beschuss und die kleineren amphibischen Versuche über dem Fluss werden sozusagen auf der Makroebene nur zunehmen, völlig abgesehen davon, ob es diese Waffenruhe gab oder nicht und ob eine Woche mal lang stärker geschossen wird. Leider hat sowohl Cherson auf der einen als auch Oleschky auf der anderen Seite des Flusses ein unfassbar trauriges Schicksal vor sich. Das sage ich mit einem besonders schwerem Herzen, weil es sich um die Heimatregion meiner Mutter handelt und mich damit viel verbindet. Anders als die meisten, die darüber diskutieren, bin ich an Oleschky in meinem Leben zumindest mehrfach vorbeigefahren. Was die Menschen aus russischer Sicht angeht: Wir reden hier grob um 750 Menschen, die ausgereist sind. Die klare Mehrheit davon ist in die Ukraine gereist. Das ist für Russland propagandistisch unschön, aber zu verkraften, wenn es außenpolitisch-opportunistisch in dem Moment nützt, da Moskau es anders als Kyjiw recht egal ist, was mit diesen konkreten Menschen letztlich passiert.
Das Problem ist: Sowohl die Verhandlungen zu Beginn des Jahres noch Oleschky noch Gefangenenaustausche noch Kinderrückführungen haben etwas mit den politischen Schlüsselfragen dieses Krieges zu tun. Wenn wir auf die kommende Verhandlungsrunde in diesem Monat schauen, dann muss man sie ohne Illusionen so zu benennen wie sie ist. Während es zu Beginn des Jahres um die technischen Umstände eines möglichen Waffenstillstandes ging, wird es nun um Sicherheitsgarantien für die Ukraine und Russland sowie um europäische Sicherheitsarchitektur und Ähnliches gehen. Anders als Anfang des Jahres wird man da nicht sonderlich vorankommen, weil Russland unter eigenen Sicherheitsgarantien den faktischen NATO-Rückzug auf die Grenzen von 1997 versteht und aus diesem strategischen Ziel seit vielen Jahren gar kein Geheimnis macht.
Wichtig ist etwas Anderes. Es ist wieder ein Versuch, ein Thema zu finden, über das man zumindest diskutieren kann, um aktuell unlösbaren Fragen aus dem Weg zu gehen. Die russische Delegation (ich weiß allerdings wirklich nicht, ob das auf Putin selbst zutrifft) weiß selber, dass es absurd ist, unter aktuellen Frontumständen, die für die Ukraine seit 2023 nicht mehr so stabil wie jetzt waren, den freiwilligen Abzug aus Kramatorsk und Slowjansk im Norden der Region Donezk zu fordern. Dazu noch, und ganz wichtig: Wenn man genau hinhört, wird der Ukraine nicht ein Waffenstillstand im Falle eines Rückzugs aus dem Donbas, sondern ein halbwegs seriöses Gespräch über eine Waffenruhe angeboten. Im Klartext: 1. Es existiert kein Mechanismus, in dem dieser Krieg automatisch aufhört, nachdem die Ukraine den Norden der Region Donezk verlässt. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall. 2. In den vergangenen fast zwei Jahren wurden alle möglichen Freihandelszonen, Pufferzonen, was auch immer auf dem Papier ausgedacht, die man überhaupt ausdenken kann, um bei solchen Fragen irgendwie voranzukommen. Das Ergebnis liegt bei Null und wird bei Null bleiben. Russland betrachtet die Gebiete, die es willkürlich in die eigene Verfassung reingeschrieben hat, als russisch. Russland kann dabei pragmatisch irgendwann einem Waffenstillstand zustimmen und den faktischen Status Quo stillschweigend akzeptieren. Die ganze Idee aber, dass irgendwas, sei es Norden der Region Donezk oder das AKW Saporischschja, irgendwie gemeinsam unter Kontrolle der US-Amerikaner benutzt werden kann und, Sorry, blablabla, ist in der existierenden politischen Realität völlig aussichtslos. Sowas wird es einfach nicht geben. Genauso wird die Ukraine niemals besetzte Gebiete offiziell als russisch anerkennen.
Auf der anderen Seite muss sich die Ukraine natürlich zwar bemühen, irgendwie eine Energie-Waffenruhe auszuverhandeln, es gibt jedoch Null Chancen, dass Russland der ernsthaft zustimmt, weil es in diesem Hinterlandskrieg eine der wichtigsten eigenen Karten schlicht nicht abgeben wird. Weiterhin ist eine pragmatische Einigung zum Handel im Schwarzen Meer nicht ausgeschlossen, weil beide Seiten unter aktuellen Lage leiden. Selenskyj war jetzt gestern nicht zufällig in der Türkei - und, soweit ich weiß, auf Initiative von Erdogan. Aber auch hier ist es nicht so einfach, weil Russland nicht daran interessiert ist, dass in der Ukraine im Winter Kohleimporte ankommen.
Im Allgemeinen: Die Ukraine hat 2026 bisher ihre wichtigste Hausaufgabe erledigt und die Front bedeutend stabilisiert. Mit einer normal denkenden Staatsführung wäre das ein wichtiges Element, um eine Waffenruhe tatsächlich voranzubringen. Leider setzt Russland weiterhin auf die Brechstange und hat internationale Voraussetzungen dafür. Die Ukraine hat einerseits mit einem Partner im Falle der USA zu tun, der bereits bezahlte und vereinbarte Leistungen wie Starshield mal ohne Vorankündigung einschränkt, die gerade für die Stabilisierung der Frontlinie ausschlaggebend waren. Russland sind zudem ukrainische Finanzierungsprobleme, die schon jetzt enorm sind, bewusst und Moskau setzt in diesem Zusammenhang natürlich auch auf Wahlen in Frankreich, Italien etc, damit diese langfristig noch größer werden.
Unter diesen Umständen ist selbst ein richtig bedeutender Teil-Waffenstillstand bis mindestens Mitte 2027 realistischerweise völlig ausgeschlossen. In der Zwischenzeit sind Gespräche zwar wichtig, um etwa im Falle von Oleschky konkrete Menschen zu retten. An die Vertreter der demokratischen deutschen Regierungsparteien aber: Verkauft ihrer Wählerschaft nicht die Illusion, dass mehr möglich ist als tatsächlich möglich ist. Denn es ist es nicht. Die Vertreter anderer Parteien machen das, stehen aber nicht in der Verantwortung. Ihr aber schon und ihr werdet zu Recht hinterfragt.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
Ja, wir haben jetzt nicht nur mit einer unter Umständen enorm erfolgreichen und äußerst schwierigen humanitären Operation, sondern auch mit dem längsten lokalen Waffenstillstand seit 2022 zu tun. Zum ersten Mal seit 2022 ist zudem ein offizieller Vertreter der Ukraine in Russland gewesen. Noch mehr meinerseits: Ich kann kein gutes Wort über Akteure im Westen verlieren, die Blödsinn zu diesem Vorgang verbreiteten, während das ukrainische Team im Hintergrund es versuchte, Menschen davon zu überzeugen, dass sie jetzt zwingend ausreisen müssen und dass die Vereinbarungen tatsächlich eingehalten werden. Selbst wenn Russland letztlich groß getrickst hätte, was unter internationalem Hintergrund der US-Zwischenwahlen unwahrscheinlich war, wäre es übrigens trotzdem eines Versuchs wert gewesen, weil es sich vermutlich um die letzte Chance handelte, die langfristig de facto zum Tode verurteilte Menschen doch noch irgendwie zu retten.
Das war's nun leider auch. Ich bezweifele leider stark, dass selbst dieser humanitäre Mechanismus in der Form in einem anderen internationalen Kontext als jetzt eingesetzt werden kann, das ist aber zum Glück zumindest nicht ausgeschlossen ist. Ich versuche's mal zu erklären, warum das neu klingt, aber eigentlich überhaupt nicht neu ist. Das liegt daran, dass über diesen Verhandlungsprozess, insbesondere zwischen der Ukraine und Russland selbst, zwar enorm viel geredet wird, aber völlig an die Details vorbei.
Es gibt eine falsche Grundannahme, dass die technischen Verhandlungen Anfang dieses Jahres pausiert wurden, weil sie nicht erfolgreich waren. Eigentlich sind sie deswegen pausiert worden, weil sie eben erfolgreich waren. Russland hat ein seriöses Fachteam hingeschickt. Putins "Chefhistoriker" Medinskij war, denke ich, einmal da, das hat die Ukrainer aber nicht irritiert, weil es zumindest irgendeinen fernen Kontakt zur politischen Führung in Moskau bedeutete. Man hat sich grob darauf geeinigt, wie ein Waffenstillstand irgendwann in der Zukunft technisch umgesetzt und überwacht werden kann. Irgendwann gab es nichts mehr zu besprechen.
Das ist einer von vielen Beweisen in diesen Jahren, dass, wenn es um konkrete technischen Fragen und Aufgaben geht, die Ukrainer und die Russen kein sonderliches Problem haben, zur Einigung zu kommen (und auch keine großartige Vermittlung brauchen). Die wichtigsten Beispiele sind natürlich zahlreiche Gefagengenaustausche und Kinderrückführungen, die zwar in Wirklichkeit ein enorm schwieriger Prozess darstellen, jedoch mitten im Verlauf eines solch großen Krieges recht einzigartig sind. Im Klartext zum aktuellen Fall: Die längere Waffenruhe an dem relevanten Frontabschnitt war nur deswegen möglich, weil an diesem Abschnitt keine größeren Operationen in beide Richtungen vorstellbar sind. Darüber hinaus: Bei jeder Waffenruhe wird jede Seite behaupten, die andere möchte sie militärisch ausnutzen, und das stimmt meistens jenseits des konkreten Kontextes des russisch-ukrainischen Krieges auch.
Der gegenseitige Beschuss und die kleineren amphibischen Versuche über dem Fluss werden sozusagen auf der Makroebene nur zunehmen, völlig abgesehen davon, ob es diese Waffenruhe gab oder nicht und ob eine Woche mal lang stärker geschossen wird. Leider hat sowohl Cherson auf der einen als auch Oleschky auf der anderen Seite des Flusses ein unfassbar trauriges Schicksal vor sich. Das sage ich mit einem besonders schwerem Herzen, weil es sich um die Heimatregion meiner Mutter handelt und mich damit viel verbindet. Anders als die meisten, die darüber diskutieren, bin ich an Oleschky in meinem Leben zumindest mehrfach vorbeigefahren. Was die Menschen aus russischer Sicht angeht: Wir reden hier grob um 750 Menschen, die ausgereist sind. Die klare Mehrheit davon ist in die Ukraine gereist. Das ist für Russland propagandistisch unschön, aber zu verkraften, wenn es außenpolitisch-opportunistisch in dem Moment nützt, da Moskau es anders als Kyjiw recht egal ist, was mit diesen konkreten Menschen letztlich passiert.
Das Problem ist: Sowohl die Verhandlungen zu Beginn des Jahres noch Oleschky noch Gefangenenaustausche noch Kinderrückführungen haben etwas mit den politischen Schlüsselfragen dieses Krieges zu tun. Wenn wir auf die kommende Verhandlungsrunde in diesem Monat schauen, dann muss man sie ohne Illusionen so zu benennen wie sie ist. Während es zu Beginn des Jahres um die technischen Umstände eines möglichen Waffenstillstandes ging, wird es nun um Sicherheitsgarantien für die Ukraine und Russland sowie um europäische Sicherheitsarchitektur und Ähnliches gehen. Anders als Anfang des Jahres wird man da nicht sonderlich vorankommen, weil Russland unter eigenen Sicherheitsgarantien den faktischen NATO-Rückzug auf die Grenzen von 1997 versteht und aus diesem strategischen Ziel seit vielen Jahren gar kein Geheimnis macht.
Wichtig ist etwas Anderes. Es ist wieder ein Versuch, ein Thema zu finden, über das man zumindest diskutieren kann, um aktuell unlösbaren Fragen aus dem Weg zu gehen. Die russische Delegation (ich weiß allerdings wirklich nicht, ob das auf Putin selbst zutrifft) weiß selber, dass es absurd ist, unter aktuellen Frontumständen, die für die Ukraine seit 2023 nicht mehr so stabil wie jetzt waren, den freiwilligen Abzug aus Kramatorsk und Slowjansk im Norden der Region Donezk zu fordern. Dazu noch, und ganz wichtig: Wenn man genau hinhört, wird der Ukraine nicht ein Waffenstillstand im Falle eines Rückzugs aus dem Donbas, sondern ein halbwegs seriöses Gespräch über eine Waffenruhe angeboten. Im Klartext: 1. Es existiert kein Mechanismus, in dem dieser Krieg automatisch aufhört, nachdem die Ukraine den Norden der Region Donezk verlässt. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall. 2. In den vergangenen fast zwei Jahren wurden alle möglichen Freihandelszonen, Pufferzonen, was auch immer auf dem Papier ausgedacht, die man überhaupt ausdenken kann, um bei solchen Fragen irgendwie voranzukommen. Das Ergebnis liegt bei Null und wird bei Null bleiben. Russland betrachtet die Gebiete, die es willkürlich in die eigene Verfassung reingeschrieben hat, als russisch. Russland kann dabei pragmatisch irgendwann einem Waffenstillstand zustimmen und den faktischen Status Quo stillschweigend akzeptieren. Die ganze Idee aber, dass irgendwas, sei es Norden der Region Donezk oder das AKW Saporischschja, irgendwie gemeinsam unter Kontrolle der US-Amerikaner benutzt werden kann und, Sorry, blablabla, ist in der existierenden politischen Realität völlig aussichtslos. Sowas wird es einfach nicht geben. Genauso wird die Ukraine niemals besetzte Gebiete offiziell als russisch anerkennen.
Auf der anderen Seite muss sich die Ukraine natürlich zwar bemühen, irgendwie eine Energie-Waffenruhe auszuverhandeln, es gibt jedoch Null Chancen, dass Russland der ernsthaft zustimmt, weil es in diesem Hinterlandskrieg eine der wichtigsten eigenen Karten schlicht nicht abgeben wird. Weiterhin ist eine pragmatische Einigung zum Handel im Schwarzen Meer nicht ausgeschlossen, weil beide Seiten unter aktuellen Lage leiden. Selenskyj war jetzt gestern nicht zufällig in der Türkei - und, soweit ich weiß, auf Initiative von Erdogan. Aber auch hier ist es nicht so einfach, weil Russland nicht daran interessiert ist, dass in der Ukraine im Winter Kohleimporte ankommen.
Im Allgemeinen: Die Ukraine hat 2026 bisher ihre wichtigste Hausaufgabe erledigt und die Front bedeutend stabilisiert. Mit einer normal denkenden Staatsführung wäre das ein wichtiges Element, um eine Waffenruhe tatsächlich voranzubringen. Leider setzt Russland weiterhin auf die Brechstange und hat internationale Voraussetzungen dafür. Die Ukraine hat einerseits mit einem Partner im Falle der USA zu tun, der bereits bezahlte und vereinbarte Leistungen wie Starshield mal ohne Vorankündigung einschränkt, die gerade für die Stabilisierung der Frontlinie ausschlaggebend waren. Russland sind zudem ukrainische Finanzierungsprobleme, die schon jetzt enorm sind, bewusst und Moskau setzt in diesem Zusammenhang natürlich auch auf Wahlen in Frankreich, Italien etc, damit diese langfristig noch größer werden.
Unter diesen Umständen ist selbst ein richtig bedeutender Teil-Waffenstillstand bis mindestens Mitte 2027 realistischerweise völlig ausgeschlossen. In der Zwischenzeit sind Gespräche zwar wichtig, um etwa im Falle von Oleschky konkrete Menschen zu retten. An die Vertreter der demokratischen deutschen Regierungsparteien aber: Verkauft ihrer Wählerschaft nicht die Illusion, dass mehr möglich ist als tatsächlich möglich ist. Denn es ist es nicht. Die Vertreter anderer Parteien machen das, stehen aber nicht in der Verantwortung. Ihr aber schon und ihr werdet zu Recht hinterfragt.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
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Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
Mit Russlands Außenminister plaudern, während Putin seine Blutspur durch die Ukraine zieht – das G20-Treffen zeigt, wie sehr die politischen und ethischen Maßstäbe verrückt sind. handelsblatt.com/meinung/kommen…
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Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
Wie geht es den Menschen in der Ukraine vor dem Winter? Wie verändert der Abnutzungskrieg die Gesellschaft? Ein Gespräch mit @elenagorgis über diplomatische Hoffnungen & harte Realitäten. Über das Scheißgefühl bei Einschlägen und journalistisches Handwerk. deutschlandfunk.de/wie-es-ist-aus…
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Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
A drone threat has been ongoing for 4 hours in Kyiv.
Air defence is working hard.
We have electricity back after an 11-hour outage. Schedules don’t work.
At the artists’ studios I visited today, there was no electricity as well. But the windows gave us a gift: daylight. More to come.
Air defence is working hard.
We have electricity back after an 11-hour outage. Schedules don’t work.
At the artists’ studios I visited today, there was no electricity as well. But the windows gave us a gift: daylight. More to come.
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RT @JoaJuan2: 📣Friends,
I am entering this critical stage of the abdominal surgery I have been waiting for so long and convalescence after…
I am entering this critical stage of the abdominal surgery I have been waiting for so long and convalescence after…
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Sabine Heїmsath 🇺🇦🇪🇺 retweeted
Die aktualisierte Version des Abschaltungsplans ist, na ja, alles andere als besser. Nur 1,5 Stunden Strom in den für die Menschen relevanten Zeiträumen.
Tja, der Stromabschaltungsplan bei mir ist heute für nen Samstag mit kleinerem Verbrauch schon ziemlich brutal. Sollte allerdings im Gesamtkontext nicht überbewertet werden. Ist direkt nach empfindlichen Schlägen öfters so. Allgemein bleibt es bei etwa 7 Stunden pro Tag.
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